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Arzthaftungsrecht

Im Vordergrund des Arzthaftungsrechts stehen die schlechte oder falsche Behandlung des Patienten und die Durchsetzung des Anspruches auf Schadensersatz und Schmerzensgeld. Aber nicht nur der Arzt und das Krankenhaus ist hierbei im Fokus bei der Prüfung nach einem Behandlungsfehler, sondern auch ähnliche Berufsgruppen der Heilberufe.

 

Der zentrale Begriff des Behandlungsfehlers bildet die Grundlage der Arzthaftung. Eine wesentliche Pflicht des Arztes ist es im Rahmen der Behandlung, den Patienten nach dem aktuellen Stand der Medizin gewissenhaft zu behandeln und zu versorgen. Gewährleistet der Arzt den medizinischen Standard nicht, so stellt dies einen Behandlungsfehler dar. Fehler können dabei in der Durchführung eines so nicht angezeigten Verhaltens oder in der Nichtvornahme eines gebotenen Verhaltens liegen. Einen ersten Anhalt bieten hierfür die von den Fachgesellschaften herausgegebenen Leitlinien. Grundsätzlich gilt aber für alle Behandler, dass der anerkannte medizinische Standard in Form eines Facharztstandard gewährleistet werden muss.

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Sollte ein Patient den Verdacht haben fehlerhaft behandelt worden zu sein, steigert man die Chance auf Feststellung eines Fehlers bei der Behandlung deutlich, bei rechtzeitiger Mandatierung eines Experten auf diesem Gebiet, der in der Lage den Sachverhalt auch zu verstehen und die notwendigen Schritte zu unternehmen.

Bei den am den häufigsten festgestellten Fehlern handelt es sich um solche, die das Knochengerüst betreffen. Im Fall von Frakturen sind Fehler leichter nachzuweisen (und für den Patienten auch leichter zu erkennen), da häufig eine bildgebende Diagnostik mittels Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT), jedenfalls aber in Form von Röntgenaufnahmen vorliegt. Bei organischen Krankheiten ist dies in der Regel schwieriger Auch bei der Notfallmedizin gibt es selten Beschwerdefälle, da die Patienten froh über den Ausgang der Situation sind und eher Einschränkungen ungeprüft hinnehmen. Aber auch in den zuletzt genannten Bereichen werden Behandlungsfehler regelmäßig festgestellt. Im Bereich der Arzthaftung wird oft geglaubt, dass man ohnehin keine Chance hat, sodass sich viele Patienten überhaupt nicht trauen weitere Schritte einzuleiten. Daraus resultiert in diesem Bereich eine hohe Dunkelziffer von potentiellen Ansprüchen. Wir verhelfen Patienten zu ihrem Recht und setzen diese Ansprüche gegen den Arzt oder das Krankenhaus effektiv durch.

Aufklärungsfehler

Der Patient ist, entgegen der weit verbreiteten Meinung der Ärzte, Herr der Behandlung und entscheidet daher über jeden Eingriff selbst. Um eine Entscheidung überhaupt treffen zu können ist er auf die Beratung – also auf die Aufklärung – des Arztes angewiesen. Sollte die Aufklärung nur unzureichend sein, so entfällt die Einwilligung in den ärztlichen Eingriff und die Behandlung ist rechtswidrig – der Arzt macht sich schadensersatzpflichtig. Man spricht dann von einem Aufklärungsfehler

Hierbei sollte der Arzt sowohl über die typischen, der Operation anhaftenden, Risiken aufklären, wie auch über die möglichen Alternativen

Befunderhebungsfehler und Diagnosefehler

Ein Befunderhebungsfehler liegt immer dann vor, wenn der Arzt es fehlerhaft unterlässt einen Befund zu erheben (z.B. Röntgen, CT, MRT, Ultraschall usw.), obwohl er dies hätte veranlassen müssen. In Abgrenzung hierzu liegt ein Diagnosefehler immer dann vor, wenn der Arzt den Befund zwar erhoben hat, aber ihn fehlerhaft ausgewertet hat.

 

Um Behandlungsfehler in diesem Unterbereich aufzudecken bedarf es einiger Erfahrung des Anwaltes, denn diese Fehler sind schwer zu erkennen. Dies setzt die Sachkunde voraus, zu erkennen, dass an dieser Stelle der Behandlung etwas hätte gemacht werden müssen, was aber nicht geschehen ist.

Therapiefehler als typischer Behandlungsfehler

Hierbei handelt es sich um den typischen Behandlungsfehler, also die falsche Wahl der Therapie oder die falsche Ausführung der Behandlung selbst. Ein Therapiefehler bedeutet dabei vor allem, dass bei der Behandlung der aktuelle medizinische Standard nicht eingehalten wurde. Ärzte sind verpflichtet sich stets fortzubilden und dabei die neuste Fachliteratur zu kennen. Sollte der Arzt eine veraltete Methode angewandt haben und daraus ein Schaden für den Patienten resultieren, so macht er sich wegen eines Therapiefehlers ersatzpflichtig. Die Vielfalt der Möglichkeiten eines Therapiefehlers sind abschließend kaum zu benennen.

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Vertretung im Medizinrecht bundesweit!

Wir vertreten unsere Mandanten nicht nur an den Kanzleistandorten in Siegen und Netphen, sondern auch regelmäßig über die Grenzen des in Deutschland zentral gelegenen Siegerlandes hinaus. So z.B. treten immer wieder Mandanten aus Gießen, Wetzlar und Dillenburg an uns heran, ebenso wie aus Köln, Gummersbach oder über Lüdenscheid, Meinerzhagen, Olpe und Hagen bis nach Dortmund. Auch aus Marburg und Kassel kommt es regelmäßig zur Kontaktaufnahme. Vereinzelt treten jedoch auch Mandanten aus weiter entfernten Orten wie u.a. Berlin, Hamburg, München an uns heran. Eine Beschränkung der Vertretung besteht nicht, sodass wir regelmäßig für Sie bundesweit unterwegs sind.

Für eine gute Zusammenarbeit ist ein persönlicher Kontakt zwar immer wünschenswert, aber in fachlicher Hinsicht nicht notwendig. Moderne Kommunikationsmittel ermöglichen einen nahen Kontakt, ohne das der Mandant die Couch verlassen muss. Sie können bestimmen, wie Sie am liebsten Kontakt zu uns aufnehmen. Sowohl ein direkter Anruf, als auch eine Kontaktaufnahme per E-Mail sind möglich. Auf Wunsch kann eine Kontaktaufnahme auch gern per Videotelefonie stattfinden oder Sie nutzen das Kontaktformular und bitten um Rückruf.

 

Eine neue und effektive Möglichkeit ist auch die Nutzung unseres Online-Fragebogens. Dort werden die notwendigen Fragen bereits erfasst und Sie erhalten einen zeitnahen und vor allem fundierten Rückruf zu Ihrer Anfrage.

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