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Ihr Anwalt im Arzthaftungsrecht

WirtschaftsWoche

Im Vordergrund des Arzthaftungsrechts stehen die schlechte oder falsche Behandlung des Patienten und die Durchsetzung des Anspruches auf Schadensersatz und Schmerzensgeld. Aber nicht nur der Arzt und das Krankenhaus ist hierbei im Fokus bei der Prüfung nach einem Behandlungsfehler, sondern auch ähnliche Berufsgruppen wie Psychologen, Physiotherapeuten, Logopäden, Heilpraktikern, aber auch Berufsgenossenschaften und Medizinische Versorgungszentren (u.s.w)

 

Der zentrale Begriff des Behandlungsfehlers bildet die Grundlage der Arzthaftung. Eine wesentliche Pflicht des Arztes ist es im Rahmen der Behandlung, den Patienten nach dem aktuellen Stand der Medizin gewissenhaft zu behandeln und zu versorgen. Gewährleistet der Arzt den medizinischen Standard nicht, so stellt dies einen Behandlungsfehler dar. Fehler können dabei in der Durchführung eines so nicht angezeigten Verhaltens oder in der Nichtvornahme eines gebotenen Verhaltens liegen. Einen ersten Anhalt bieten hierfür die von den Fachgesellschaften herausgegebenen Leitlinien. Grundsätzlich gilt aber für alle Behandler, dass der anerkannte medizinische Standard in Form eines Facharztstandard gewährleistet werden muss.

Alexander Rüdiger, Fachanwalt Medizinrecht

ALEXANDER RÜDIGER

 

Fachanwalt für

Medizinrecht

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Anwalt Arzthaftungsrecht – Unsere Qualifikationen

Fachanwalt für Medizinrecht

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WirtschaftsWoche TOPAnwalt 2019 - Arzthaftung für Patienten

Lehrbeauftragter der Universität Siegen (Arzthaftungsrecht)

Zusatzqualifikation Pharmarecht Universität Marburg

Sollte ein Patient den Verdacht haben fehlerhaft behandelt worden zu sein, steigert man die Chance auf Feststellung eines Fehlers bei der Behandlung deutlich, bei rechtzeitiger Mandatierung eines Anwalts für Arzthaftungsrecht. Als Spezialisten auf dem Gebiet der Arzthaftung sind wir in der Lage den Sachverhalt auch zu verstehen und können dabei helfen die Ansprüche auf Schadensersatz durchzusetzen. Da es keinen Fachanwalt für Arzthaftungsrecht gibt ist hierbei der Fachanwalt für Medizinrecht der für Patienten richtige und auch notwendige Ansprechpartner.

Bei den am den häufigsten festgestellten Fehlern handelt es sich um solche, die das Knochengerüst betreffen. Im Fall von Frakturen sind Fehler leichter nachzuweisen (und für den Patienten auch leichter zu erkennen), da häufig eine bildgebende Diagnostik mittels Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT), jedenfalls aber in Form von Röntgenaufnahmen vorliegt. Bei organischen Krankheiten ist dies in der Regel schwieriger Auch bei der Notfallmedizin gibt es selten Beschwerdefälle, da die Patienten froh über den Ausgang der Situation sind und eher Einschränkungen ungeprüft hinnehmen. Aber auch in den zuletzt genannten Bereichen werden Behandlungsfehler regelmäßig festgestellt. Im Bereich der Arzthaftung wird oft geglaubt, dass man ohnehin keine Chance hat, sodass sich viele Patienten überhaupt nicht trauen weitere Schritte einzuleiten. Daraus resultiert in diesem Bereich eine hohe Dunkelziffer von potentiellen Ansprüchen. Wir verhelfen Patienten zu ihrem Recht und setzen diese Ansprüche gegen den Arzt oder das Krankenhaus effektiv durch.

Aufklärungsfehler

Der Patient ist, entgegen der weit verbreiteten Meinung der Ärzte, Herr der Behandlung und entscheidet daher über jeden Eingriff selbst. Um eine Entscheidung überhaupt treffen zu können ist er auf die Beratung – also auf die Aufklärung – des Arztes angewiesen. Sollte die Aufklärung nur unzureichend sein, so entfällt die Einwilligung in den ärztlichen Eingriff und die Behandlung ist rechtswidrig – der Arzt macht sich schadensersatzpflichtig. Man spricht dann von einem Aufklärungsfehler

Hierbei sollte der Arzt sowohl über die typischen, der Operation anhaftenden, Risiken aufklären, wie auch über die möglichen Alternativen.

Durch die Prüfung eines versierten Anwalts für Medizinrecht können Fehler aufgedeckt werden So kommt es beispielsweise nicht auf das unterschriebene Formular an, sondern auf das mündliche Gespräch. Der Arzt muss regelmäßig beweisen, dass er den Patienten vollständig mündlich aufgeklärt hat. Ein Anwalt für Arzthaftungsrecht hilft bei der Aufarbeitung dieses Gesprächs und der Feststellung vermeintlicher Fehler.

Befunderhebungsfehler und Diagnosefehler

Ein Befunderhebungsfehler liegt immer dann vor, wenn der Arzt es fehlerhaft unterlässt einen Befund zu erheben (z.B. Röntgen, CT, MRT, Ultraschall usw.), obwohl er dies hätte veranlassen müssen. In Abgrenzung hierzu liegt ein Diagnosefehler immer dann vor, wenn der Arzt den Befund zwar erhoben hat, aber ihn fehlerhaft ausgewertet hat.

 

Typische Urteile zu Befunderhebungsfehlern und Diagnosefehlern:

  • Hirnödem durch verkannte Malariaerkrankung – 45.000 € (OLG Frankfurt)
  • Unterlassene Augeninnendruckmessung, Teilverlust des Sehvermögens – 80.000 € (OLG Hamm)
  • Übersehener Herzinfarkt – 100.000 € (LG München)
  • Gehirnblutung durch nicht erkanntes Aneurysma – 200.000 € (OLG Hamm)

 

Um Behandlungsfehler in diesem Unterbereich aufzudecken bedarf es einiger Erfahrung des Anwaltes, denn diese Fehler sind schwer zu erkennen. Dies setzt die Sachkunde voraus, zu erkennen, dass an dieser Stelle der Behandlung etwas hätte gemacht werden müssen, was aber nicht geschehen ist. Aus diesem Grund sollten Patienten stets einen Rechtsanwalt für Arzthaftungsrecht mandatieren um die Chance zu erhöhen zu ihrem Recht zu kommen und die Ansprüche auf Schadensersatz und Schmerzensgeld erfolgreich durchzusetzen.

Therapiefehler als typischer Behandlungsfehler

Hierbei handelt es sich um den typischen Behandlungsfehler, also die falsche Wahl der Therapie oder die falsche Ausführung der Behandlung selbst. Ein Therapiefehler bedeutet dabei vor allem, dass bei der Behandlung der aktuelle medizinische Standard nicht eingehalten wurde. Ärzte sind verpflichtet sich stets fortzubilden und dabei die neuste Fachliteratur zu kennen. Sollte der Arzt eine veraltete Methode angewandt haben und daraus ein Schaden für den Patienten resultieren, so macht er sich wegen eines Therapiefehlers ersatzpflichtig. Die Vielfalt der Möglichkeiten eines Therapiefehlers sind abschließend kaum zu benennen.

Einige Beispiele hierfür sind:

 

  • versehentliches Durchtrennen eines Nervs bei einer Operation
  • Hygieneverstöße bei der Operation oder Behandlung
  • Verabreichen des falschen Medikaments
  • Fehlerhafte Durchführung der Operation

 

Ein Anwalt für Arzthaftungsrecht kann bei der Aufklärung möglicher Therapiefehler helfen.

weitere Fragen

Was ist ein grober Behandlungsfehler?

Ein grober Behandlungsfehler führt zu einer gewünschten „Beweislastumkehr“ und verschafft dem Patienten gegenüber dem Arzt einen entscheidenden Vorteil bei der Beweisführung. Denn welcher Schaden auch wirklich auf dem Fehler des Arztes und nicht der eigentlichen Erkrankung beruht ist oft streitig und schwer zu beweisen. Gelingt die Einordnung eines groben Behandlungsfehlers, dann muss der Arzt beweisen, dass die Beeinträchtigungen eben nicht sein Verschulden waren. Aber was ist ein grober Behandlungsfehler?

Nach der Rechtsprechung liegt ein „grober Behandlungsfehler“ dann vor, wenn das ärztliche Verhalten eindeutig gegen gesicherte medizinische Erkenntnisse oder bewährte ärztliche Behandlungsregeln  verstößt und der Arzt einen Fehler begeht, der aus objektiver Sicht nicht mehr verständlich erscheint und einem Arzt schlechterdings nicht unterlaufen darf (so BGH vom 03.07.2001 – VI ZR 418/99 und später auch 25.10.2011 – VI ZR 139/10). Anders gesagt muss der Arzt so eindeutig gegen gegen die Behandlungsregeln verstoßen haben, dass man nur noch mit dem Kopf schütteln kann. Auch wenn viele Patienten glauben, bei ihnen liege ein solcher Fehler vor, ist die Einordnung schwierig und kann nur durch einen Arzt und einen Richter gemeinsam getroffen werden. Wir helfen Ihnen hier bei der Einordnung und bei der Bewertung, ob die für Sie günstigen Beweisregeln greifen können.

Wann noch ein Behandlungsfehler vorliegt

Neben den oben dargestellten Fehlertypen kommen auch weitere Fehler im Bereich des Arzthaftungsrecht in Betracht. Typisch sind hierfür (nicht abschließend):

 

  • Organisationsverschulden
  • Dokumentationsfehler
  • Fehler bei der Arbeitsteilung
  • fehlendes Konsil
  • fehlender Facharztstandard, sog. Anfängeroperation
  • […]

 

Dies sind nur einige Aspekte einer möglichen fehlerhaften Behandlung. Die Auflistung erhebt dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sodass eine Überprüfung einer Behandlung bei dem Verdacht eines Behandlungsfehlers stets ratsam ist. Kontaktieren Sie uns gern und wir überprüfen als Fachanwalt für Medizinrecht die vollständige Behandlung.

Welche Chancen Patienten haben

Die Chancen auf eine Kompensation im Bereich der Arzthaftung (Medizinrecht) sind besser, als man denken mag.

 

„Die eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.“

 

Der Satz kommt oft auf in Gesprächen und ist ein Relikt aus längst vergessenen Tagen. In Zeiten eines hohen Konkurrenzdrucks auf dem Gesundheitsmarkt sind die Sachverständigen mittlerweile gewillt kritisch auf die Arbeit ihrer Kollegen zu schauen und Fehler aufzudecken, sollten diese vorhanden sein. Was früher noch der Fall war, ist spätestens seit der Einführung des Titels Fachanwalt für Medizinrecht längst überholt. Das Arzthaftungsrecht ist komplex und ein schwieriges Rechtsgebiet, mit dem richtigen Ansprechpartner an der Seite aber beherrschbar.

 

Laut Medien kommt es zu 130.000 Behandlungsfehlern jährlich, wobei jede zehnte Klinikbehandlung sogar schädlich ist. Dabei sterben rund 15.000 – 30.000 Patienten jedes Jahr alleine an Krankenhauskeimen (z.B. MRSA).

 

In einem Gutachten kann die Frage geklärt werden, ob der Arzt wirklich einen Fehler gemacht hat und die Betroffenen oder deren Angehörigen haben Gewissheit, was für manche Patienten mehr wert ist, als der finanzielle Ausgleich. Welche Antworten der Patient aber von einem Gutachter erhält hängt ganz entscheidend von der Frage ab, die ihm gestellt wird. Ein Patient kann alleine gezielte Fragen an einen Gutachter nur schwer formulieren. Oft fehlt schlicht das Wissen um den „Finger in die Wunde zu legen“. Oft liegt der Verdacht des Patienten in einem Umstand, der sich später nicht bestätigt. Das heisst aber nicht, dass die Behandlung ordnungsgemäß war. Sie steigern Ihre Chancen auch bei der Feststellung eines Behandlungsfehlers bereits deutlich durch Beauftragung eines Fachanwalts für Medizinrecht. Bereits bei der ersten Aufarbeitung des Sachverhalts und der Sichtung der medizinischen Unterlagen werden schon die ersten Weichen für eine erfolgreiche Begutachtung gelegt. Deshalb ist es ganz entscheidend sich zeitnah kompetente Hilfe zu suchen.

Arzthaftung: Relevante Urteile

Anwalt Arzthaftung: Wird in einer Wahlarztvereinbarung die Behandlung durch einen bestimmten Arzt zugesichert, so ist die Behandlung durch einen anderen Arzt rechtswidrig, wenn der Patient hierüber nicht belehrt wird und auch nicht einwilligt.
Landgericht Siegen, Urteil vom 28.04.2017 – 2 O 329/14

 

Anwalt Arzthaftung: Umfang der Aufklärungspflicht bei Anwendung eines noch keine Standardmethode darstellenden neuen Operationsverfahrens; Schmerzensgeld bei Dauerschaden nach unzureichender Aufklärung. Bei Auftreten einer persistierenden Schmerzhaftigkeit, kann ein Schmerzgeld von 35.000,- EUR angemessen sein.
Oberlandesgericht Hamm, Urteil vom 23.01.2018 – I-26 U 76/17, 26 U 76/17
Vorinstanz: Landgericht Siegen Urteil vom 5. Mai 2017 – 2 O 1/15

 

Anwalt Arzthaftung: Fehlinterpretation von CTG-Aufzeichnungen bzw. Kompetenzüberschreitung von Hebammen; Haftung des in der entscheidenden Phase abwesenden Belegarztes
Oberlandesgericht Hamm Urteil vom 14.09.2009 – I-3 U 9/08, 3 U 9/08

vorgehend Landgericht Siegen, Urteil vom 20. Dezember 2007, 5 O 29/02

 

Anwalt Arzthaftung: Haftung des Klinikträgers für Bakterieninfektion von Frühgeborenen infolge fehlerhafter Desinfektion von Infusionsflaschen durch das Pflegepersonal einer Kinderintensivstation; Beweislastumkehr hinsichtlich der Ursächlichkeit und Bemessung des Schmerzensgeldes (Schmerzensgeld in Höhe von 250.000,– Euro)
Landgericht Gießen, Urteil vom 30.09.2004 – 3 O 99/03

 

Anwalt Arzthaftung: Aufklärung über die Möglichkeit einer Schnittentbindung bei relativer Indikation
Bundesgerichtshof VI ZR 69/10
vorgehend Oberlandesgericht Frankfurt 8. Zivilsenat, 2. März 2010, 8 U 102/08
vorgehend Landgericht Gießen, 28. Januar 2008, 2 O 72/06

 

Anwalt Arzthaftung: Beweislast des Patienten im Zusammenhang mit der Verschlechterung seines Gesundheitszustandes nach einer Wirbelsäulenoperation; hypothetische Einwilligung
Oberlandesgericht Frankfurt, Urteil vom 11.03.2010 – 15 U 39/09
vorgehend LG Marburg, 4. Februar 2009, 5 O 18/04, Urteil
nachgehend BGH 6. Zivilsenat, 27. September 2010, VI ZR 99/10, Beschluss

 

Anwalt Arzthaftung: Schmerzensgeld wegen Zurücklassens eines Fremdkörpers bei Operation
Landgericht Hagen Urteil vom  24.07.1991 – 12 O 53/89

 

Anwalt Arzthaftung: Schadenersatz- und Schmerzensgeldanspruch aufgrund behaupteter Behandlungsfehler im Zusammenhang mit einer ästhetischen Brustoperation
Landgericht Köln Urteil vom 28.06.2017 – 25 O 141/15

 

Anwalt Arzthaftung: Umfang der Aufklärungspflicht vor einer Operation
Landgericht Köln Urteil vom 06.05.2014 – 3 O 18/12

verkehr

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Vertretung im Medizinrecht bundesweit!

Wir vertreten unsere Mandanten nicht nur an den Kanzleistandorten in Siegen und Netphen, sondern auch regelmäßig über die Grenzen des in Deutschland zentral gelegenen Siegerlandes hinaus. So z.B. treten immer wieder Mandanten aus Gießen, Wetzlar und Dillenburg an uns heran, ebenso wie aus Köln, Gummersbach oder über Lüdenscheid, Meinerzhagen, Olpe und Hagen bis nach Dortmund. Auch aus Marburg und Kassel kommt es regelmäßig zur Kontaktaufnahme. Vereinzelt treten jedoch auch Mandanten aus weiter entfernten Orten wie u.a. Berlin, Hamburg, München an uns heran. Eine Beschränkung der Vertretung besteht nicht, sodass wir regelmäßig für Sie bundesweit unterwegs sind.

Für eine gute Zusammenarbeit ist ein persönlicher Kontakt zwar immer wünschenswert, aber in fachlicher Hinsicht nicht notwendig. Moderne Kommunikationsmittel ermöglichen einen nahen Kontakt, ohne das der Mandant die Couch verlassen muss. Sie können bestimmen, wie Sie am liebsten Kontakt zu uns aufnehmen. Sowohl ein direkter Anruf, als auch eine Kontaktaufnahme per E-Mail sind möglich. Auf Wunsch kann eine Kontaktaufnahme auch gern per Videotelefonie stattfinden oder Sie nutzen das Kontaktformular und bitten um Rückruf.

 

Eine neue und effektive Möglichkeit ist auch die Nutzung unseres Online-Fragebogens. Dort werden die notwendigen Fragen bereits erfasst und Sie erhalten einen zeitnahen und vor allem fundierten Rückruf zu Ihrer Anfrage.

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