02738 - 69 27 77

Standort Netphen

0271 - 222 962 0

Standort Weidenau

law

Ihr Anwalt bei Behandlungsfehlern

WirtschaftsWoche

Vorweg: Ihr Arzt oder Ihre Ärztin schuldet Ihnen als Patient oder Patientin aus dem Behandlungsvertrag keinen Heilerfolg. Was der Arzt seinen Patienten jedoch schuldet ist eine dem Facharztstandard entsprechende Behandlung durchzuführen. Das bedeutet, dass der Patient Anspruch auf eine Behandlung hat, die dem Stand eines erfahrenen Facharztes oder einer Fachärztin entspricht.

 

Nicht immer also wenn sich eine Situation durch die Behandlung verschlechtert hat oder es Komplikationen gab liegt also ein Behandlungsfehler vor. Erst wenn zu den Beschwerden noch hinzukommt, dass der Arzt sich nicht an die anerkannten fachlichen Standards gehalten hat, liegt ein Behandlungsfehler also vor. Die Bewertung ist für den Laien nahezu unmöglich. Ein Fachanwalt für Behandlungsfehler gibt es nicht, sondern der für Sie richtige Ansprechpartner sollte ein Fachanwalt für Medizinrecht sein.

Alexander Rüdiger, Fachanwalt Medizinrecht

ALEXANDER RÜDIGER

 

Fachanwalt für

Medizinrecht

Fachanwalt für

Versicherungsrecht

Vertrauen Sie auf eine kompetente Beratung und eine vertrauensvolle Partnerschaft

Anwalt Behandlungsfehler – Unsere Qualifikationen

Fachanwalt für Medizinrecht

Fachanwalt für Versicherungsrecht

WirtschaftsWoche TOPAnwalt 2019 - Arzthaftung für Patienten

Lehrbeauftragter der Universität Siegen (Arzthaftungsrecht)

Zusatzqualifikation Pharmarecht Universität Marburg

Vorgehen bei Behandlungsfehler

Hilfe bei Behandlungsfehler bietet der Fachanwalt für Medizinrecht. Sollte ein Schaden eingetreten sein, so können die Folgen für die Gesundheit enorm sein. Der Fehler bei der Behandlung muss aber nicht hingenommen werden. Der Anwalt kann Sie bei dem richtigen Vorgehen unterstützen und die medizinische Behandlung, sofern es sinnvoll ist, bei den Schlichtungsstellen der Ärztekammern oder bei dem MDK also dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung überprüfen lassen. Ob dies in Ihrem Fall sinnvoll ist hängt von vielen Faktoren ab, denn die Einholung der Gutachten dauert zwischen 8-15 Monaten und ist weder für die Versicherung, noch für den Patienten verbindlich. Wir klären gern alle offenen Themen mit Ihnen und prüfen welches Vorgehen für Sie sinnvoll ist.

Nehmen Sie Kontakt auf und klären Sie in einem ersten unverbindlichen telefonischen Gespräch mit einem Fachanwalt für Medizinrecht ob und wie ein weiteres Vorgehen sinnvoll ist. Das erste Gespräch ist hierbei für Sie kostenlos!

vertrag

Anwalt für Behandlungsfehler: Welche Arten von Behandlungsfehlern gibt es?

Ein Behandlungsfehler des Arztes oder des Krankenhauses reicht von dem Unterlassen eines rechtzeitigen Überweisens zum Facharzt oder in ein Krankenhaus, über fehlerhafte Operationsdurchführung, Hygienemängel bis hin zu Pflegefehlern (Dekubitus). Dabei kommen die häufigsten Fehler vor wenn es das Knochengerüst betrifft. Frakturen sind leichter nachweisbar und auch für den Patienten liegt ein Fehler näher, denn die Auswirkungen bei Schiefstellungen oder Schmerzen erkennt man sofort. Häufig liegt auch eine bildgebende Diagnostik mittels Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) vor, jedenfalls aber oft Röntgenaufnahmen, die eine Überprüfung auch später noch möglich machen.

 

Im Einzelnen:

  • Behandlungsfehler in Form von Therapiefehler
  • Diagnosefehler oder Diagnoseirrtum
  • Befunderhebungsfehler
  • Aufklärungsfehler
  • Organisationsfehler
  • Fehler bei der therapeutischen Aufklärung
  • uvm

 

Bei organischen Beschwerden ist es für den Patienten schon schwieriger einen Behandlungsfehler zu erkennen. Auch bei der Notfallmedizin gibt es selten Beschwerdefälle, da die Patienten in erster Linie erleichtert sind über den Ausgang der Situation und sie sind eher bereit Einschränkungen ungeprüft hinnehmen. Auch für erfahrene Anwälte für Medizinrecht ist es nicht immer leicht einen Behandlungsfehler in diesen Bereichen festzustellen, die Wahrscheinlichkeit für einen Erfolg ist aber signifikant höher, wenn sich der Patient an einen kompetenten Fachanwalt für Medizinrecht wendet. Die gemeinsame Arbeit erhöht die Chance ganz erheblich einen Behandlungsfehler zu bewerten und damit Schadensersatz und Schmerzensgeld für den Ausgleich der erlittenen Beschwerden zu erhalten.

Fachanwalt für Medizinrecht: Diese Hilfe erhalten Sie

Leider wird im Bereich der Arzthaftung wird oft geglaubt, dass man ohnehin keine Chance hat. Viele Patienten trauen sich daher nicht weitere Schritte einzuleiten oder sehen jedenfalls keine Erfolgsaussichten. Daraus resultiert in diesem Bereich eine hohe Dunkelziffer von potentiell möglichen Ansprüchen. Sorgen Sie von Anfang an für Chancengleichheit und beauftragten Sie einen Anwalt für Arzthaftungsrecht. Wir verhelfen Patienten zu ihrem Recht und setzen diese Ansprüche gegen den Arzt oder das Krankenhaus effektiv durch. Dabei greifen wir zurück auf eine jahrelange Erfahrung, zahlreiche bereits erfolgreich abgeschlossene Fälle im Bereich der Arzthaftung und des Medizinrechts und eine hohe Kompetenz durch

 

  • Fachanwalt für Medizinrecht
  • Lehrauftrag der Universität Siegen für Arzthaftungsrecht
  • Auszeichnung der WirtschaftsWoche als TopAnwalt 2019 auf Patientenseite

 

Verlassen Sie sich gern auf unsere Expertise und vermeiden Sie Fehler durch die Inanspruchnahme eines Anwalts ohne entsprechende Spezialisierung. Um Behandlungsfehler aufzudecken bedarf es einiger Erfahrung des Anwaltes und einer ausreichenden Spezialisierung, denn diese Fehler sind schwer zu erkennen. Auch der Fachanwalt für Medizinrecht ist kein Arzt, allerdings geschult den Blick in die richtige Richtung zu setzen und die richtigen Fragen zu stellen. Aus diesem Grund sollten Patienten stets einen Rechtsanwalt für Arzthaftungsrecht mandatieren, um die Chance deutlich zu erhöhen zu ihrem Recht zu kommen und die Ansprüche auf Schadensersatz und Schmerzensgeld erfolgreich durchzusetzen.

 

Schildern Sie uns Ihren Fall und wir nehmen eine erste kostenlose Ersteinschätzung für Sie vor!

Befunderhebungsfehler

Ein Befunderhebungsfehler liegt vor, wenn der Arzt oder die Ärztin es versäumt hat, medizinisch gebotene Befunde rechtzeitig zu erheben oder zu sichern. Geht er also z.B. davon aus, dass der Arm nicht gebrochen ist UND unterlässt er ein Röntgenbild zu erstellen (worauf der Bruch sichtbar gewesen wäre) so liegt ein Befunderhebungsfehler vor.

 

Typische Urteile zu Befunderhebungsfehlern:

 

  • Verzögerte Revisionsoperation durch Befunderhebungsfehler, 3.000,00 €
  • Befunderhebungsfehler, deshalb aggressives Mammakarzinom nicht rechtzeitig erkannt, 30.000,00 €
  • Grober Befunderhebungsfehler wegen Unterlassens einer röntgenologischen Untersuchung nach Sturz auf das Steißbein, OLG Hamm 100.000,00 €.

Diagnoseirrtum

Ärzte stellen Verdachtsdiagnosen, die sich nicht immer bestätigen müssen. Die Diagnose bietet aber die Grundlage für die weitere Behandlung und ist daher Ausgangspunkt für die Therapie. Sollte der Arzt feststellen, dass die Verdachtsdiagnose falsch ist, hat er noch keinen Fehler begangen, sofern sich ihm die Diagnose nicht aufdrängen musste und er seine Diagnose dann korrigiert. Ein Diagnoseirrtum ist zwar eine Fehlinterpretation von erhobenen Befunden, muss aber immer im Kontext gesehen werden. Ein erfahrener Fachanwalt für Medizinrecht kann hier unterscheiden zwischen einem einfachen und hinnehmbaren Diagnoseirrtum und einem groben Diagnosefehler, der zur Haftung führen kann.

Insgesamt liegt daher ein Behandlungsfehler vor, wenn

  • Der Arzt für eine Krankheit kennzeichnende Symptome nicht ausreichend berücksichtigt hat und
  • seine Wertung nicht mehr vertretbar ist.

 

Typische Urteile zu Diagnosefehlern:

 

  • Urosepsis durch Nichterkennen der Stauung einer Niere, 000,00 € + imm. Vorbehalt
  • Ärztlicher Diagnosefehler wegen Nichterkennens einer Fersenbein-Fraktur, OLG Frankfurt, 15.000,00 €
  • Unterlassener Hinweis des Arztes auf Kaiserschnitt zur Vermeidung einer eventuellen Schulterdystokie wegen fehlerhafter Auswertung einer Ultraschallaufnahme (nicht korrekte Setzung der Maßkreuze), Diagnosefehler, LG München, 60.000,00 €

Aufklärungsfehler

Der Patient entscheidet in erster Linie über jeden Eingriff selbst. Zwar steht dem Arzt eine gewisse Therapiefreiheit zu, aber ob und welche Alternative gewählt wird entscheidet der Patient. Deshalb muss der Arzt den Patienten in die Lage versetzen eine Abwägung vornehmen zu können zwischen Kosten und Nutzen der Maßnahme. Der Patient ist also auf die Informationen des Arztes angewiesen. Sollte der Arzt somit wesentliche Informationen weglassen oder falsch erklären, so liegt ein Aufklärungsfehler vor mit der Folge, dass die Einwilligung in die Behandlung entfällt. Die Behandlung ist dann rechtswidrig und der Arzt macht sich schadensersatzpflichtig. Wichtig ist daher, dass der Arzt über die typischen, immanenten Risiken und Alternativen aufklärt.

 

Hier kann sich bereits der Weg zum spezialisierten Anwalt für Medizinrecht lohnen, denn sollte bereits auffällig sein, dass es an einer ordnungsgemäßen Aufklärung mangelt, so liegt ein Fehler vor, den der Arzt nicht mehr beheben kann. Auch kommt es beispielsweise nicht auf das unterschriebene Formular an, sondern auf das mündliche Gespräch. An die Aufklärung werden hohe Anforderungen gestellt, denn der Patient soll eine „informierte Entscheidung“ treffen können. Daher muss auch regelmäßig der Arzt beweisen, dass er den Patienten vollständig und richtig mündlich aufgeklärt hat. Ein Anwalt für Arzthaftungsrecht hilft bei der Aufarbeitung dieses Gesprächs und der Feststellung vermeintlicher Fehler.

Therapiefehler

Ein Therapiefehler ist der klassische fachliche Fehler des Arztes. Wenn also die gewählte Therapie nicht geeignet ist, die Erkrankung zu behandeln. Auch liegt ein Behandlungsfehler vor, wenn der Arzt sich nicht an den allgemeinen anerkannten medizinischen Facharztstandard hält oder den Patienten schlicht einem höheren Risiko aussetzt. Ärzte sind vor allem verpflichtet sich stets fortzubilden und dabei die neuste Fachliteratur zu kennen und anzuwenden. Erfolgt das nicht, so kann daraus ein Schaden für den Patienten resultieren, und der Arzt oder das Krankenhaus macht sich ersatzpflichtig. Therapiefehler sind so vielfältig wie die möglichen Behandlungsarten und –formen und können daher nicht abschließend benannt werden.

 

Einige Beispiele hierfür sind jedoch:

 

  • Durchtrennen eines Nervs bei einer Operation
  • Verwechselung von Organstrukturen
  • Verabreichen des falschen Medikaments
  • Fehlerhafte Durchführung der Operation

 

Ein Fachanwalt für Medizinrecht kann bei der Aufklärung möglicher Therapiefehler helfen.

 

Typische Urteile zu Therapiefehlern:

 

  • Fersenbeinfraktur aufgrund Behandlungsfehler, OLG Köln, 15.000,00 €
  • Fehlerhafte Sturzrisikobewertung durch die Beklagten, in Folge derer der stark übergewichtige und unter u. a. Morbus Bechterew, chronische venöse Insuffizienz und Vorhofflimmern leidende Kläger nach seiner erfolgten Hüftprothesenoperation zweimalig stürzte und sich dadurch die genannten Verletzungen zuzog. Der Kläger ist dauerhaft auf einen Rollstuhl und Pflege angewiesen, LG Gießen, 125.000,00 €
  • Der Kläger erlitt infolge der Sauerstoffunterversorgung während der Operation eine schwere hypoxische Hirnschädigung. Er leidet seither unter einem apallischen Syndrom und einer spastischen Tetraparese. Zudem hat der Kläger sein Sprechvermögen nahezu vollständig verloren (Aphasie), LG Gießen, 800.000,00 €.

weitere Fehlertypen

Was ist ein grober Behandlungsfehler?

Ein grober Behandlungsfehler führt zu einer gewünschten „Beweislastumkehr“ und verschafft dem Patienten gegenüber dem Arzt einen entscheidenden Vorteil bei der Beweisführung. Denn welcher Schaden auch wirklich auf dem Fehler des Arztes und nicht der eigentlichen Erkrankung beruht ist oft streitig und schwer zu beweisen. Gelingt die Einordnung eines groben Behandlungsfehlers, dann muss der Arzt beweisen, dass die Beeinträchtigungen eben nicht sein Verschulden waren. Aber was ist ein grober Behandlungsfehler?

Nach der Rechtsprechung liegt ein „grober Behandlungsfehler“ dann vor, wenn das ärztliche Verhalten eindeutig gegen gesicherte medizinische Erkenntnisse oder bewährte ärztliche Behandlungsregeln  verstößt und der Arzt einen Fehler begeht, der aus objektiver Sicht nicht mehr verständlich erscheint und einem Arzt schlechterdings nicht unterlaufen darf (so BGH vom 03.07.2001 – VI ZR 418/99 und später auch 25.10.2011 – VI ZR 139/10). Anders gesagt muss der Arzt so eindeutig gegen gegen die Behandlungsregeln verstoßen haben, dass man nur noch mit dem Kopf schütteln kann. Auch wenn viele Patienten glauben, bei ihnen liege ein solcher Fehler vor, ist die Einordnung schwierig und kann nur durch einen Arzt und einen Richter gemeinsam getroffen werden. Wir helfen Ihnen hier bei der Einordnung und bei der Bewertung, ob die für Sie günstigen Beweisregeln greifen können.

Organisationsfehler

Der Arzt oder das Krankenhaus ist verpflichtet dafür Sorge zu tragen, dass die Behandlungsabläufe reibungslos funktionieren. Dabei sind z.B. Hygienestandards einzuhalten und die apparativen Instrumente zu prüfen. Auch gehört hierzu eine dauerhafte Gewährleistung eines Facharztstandards oder die Auswahl und sachgerechte Überwachung nichtärztlicher Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Beispiele für Fehler in der Organisation und damit Behandlungsfehler sind:

  • zu wenig oder nicht fachgerechtes Personal (z.B. Dekubitus)
  • zu geringe oder erkennbar fehlerhaftes Equipment
  • zu wenig Medikamente werden vorgehalten
  • Mängel bei der Hygiene

 

Typische Organisationsfehler

 

  • Grober Organisationsfehler des Hausarztes, weil nicht sichergestellt war, dass ein Laborbefund sowie die in der Praxis erhobene Blutsenkungsgeschwindigkeit zur Kenntnis genommen, ausgewertet und erforderlichenfalls nach Kontaktaufnahme zur Patientin mit dieser besprochen wurde, OLG Koblenz, 20.000,00 €

Was ist ein grober Behandlungsfehler?

Ein „grober Behandlungsfehler“ liegt dann vor,

 

wenn das ärztliche Verhalten eindeutig gegen gesicherte medizinische Erkenntnisse oder bewährte ärztliche Behandlungsregeln  verstößt und der Arzt einen Fehler begeht, der aus objektiver Sicht nicht mehr verständlich erscheint und einem Arzt schlechterdings nicht unterlaufen darf (so BGH vom 03.07.2001 – VI ZR 418/99 und später auch 25.10.2011 – VI ZR 139/10).

 

Mit anderen Worten bedeutet das, dass jeder andere fachlich relevante Arzt nur noch mit dem Kopf schütteln kann, sofern er die Behandlung bewertet. Das bedeutet im Klartext, dass nicht nur ein Arzt diese Auffassung vertreten muss, sondern eben in der breiten Masse ein Unverständnis gegeben sein muss. Auch wenn viele Patienten glauben, bei ihnen liege ein solcher Fehler vor, ist die Einordnung selbst für Experten schwierig und wird daher nur durch einen Arzt und einen Richter gemeinsam getroffen. Oft kommt es hier zu Konflikten.

 

Wichtig ist die Unterscheidung insbesondere, da es zu einer gewünschten Beweislastumkehr kommt und dem Patienten einen Vorteil bei der Beweisführung verschafft. Welcher Schaden auch wirklich auf dem Fehler des Arztes und nicht der Grunderkrankung beruht ist schwer zu beweisen. Gelingt die Feststellung eines groben Behandlungsfehlers, muss der Arzt nachweisen, dass die Beeinträchtigungen eben nicht sein Verschulden verursacht wurde, was praktisch kaum gelingt.

Wann noch ein Behandlungsfehler vorliegen kann

Neben den oben dargestellten Fehlertypen kommen auch weitere Fehler im Bereich des Arzthaftungsrecht in Betracht. Typisch sind hierfür (nicht abschließend):

 

  • Dokumentationsfehler
  • Fehler bei der Arbeitsteilung
  • fehlendes Konsil
  • fehlender Facharztstandard, sog. Anfängeroperation
  • […]

 

Dies sind nur einige Aspekte einer möglichen fehlerhaften Behandlung. Die Auflistung erhebt dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sodass eine Überprüfung einer Behandlung bei dem Verdacht eines Behandlungsfehlers stets ratsam ist. Kontaktieren Sie uns gern und wir überprüfen als Fachanwalt für Medizinrecht die vollständige Behandlung.

Relevante Urteile
ANWALT BEHANDLUNGSFEHLER: OBERLANDESGERICHT KÖLN – Az.: 5 U 13/17 - 50.000 € + immat. Vorbehalt

Bei dem Kläger kam es zur proximale Mittelfußfraktur am 5. Mittelfußknochen, welche nicht erkannt wurde. Dadurch erfolgte eine Ausbildung eines Charcot-Fußes

 

Maßgeblich für die Bemessung des Schmerzensgeldes ist das Ausmaß der Behinderungen, Beschwerden und Leiden, die der Kläger durch die Ausbildung eines Charcot-Fußes erlitten hat. Es handelt sich bei dem vorliegenden Krankheitsbild um einen Zustand, der durch die weitgehende Zerstörung des Fußgewölbes bzw. -skeletts, verursacht durch spontane Knochenbrüche und Deformierungen des Fußes, gekennzeichnet ist. Verbunden ist der Zustand mit einer hohen Verletzungsanfälligkeit, mit der Ausbildung von Druckgeschwüren und mit der erheblichen Störung von Nerven und Blutgefäßen. Es besteht eine erhöhte Infektionsgefahr und insgesamt eine erhöhte Verletzungsanfälligkeit. Beim Kläger haben sich zudem eine Spitzfußstellung, die Notwendigkeit einer operativen Verlängerung der Achillessehne und eine Pseudarthrose beim 5. Mittelfußknochen konkret verwirklicht. Die Deformierung des Fußes macht die permanente Versorgung mit orthopädischem Schuhwerk notwendig. Gehen und insgesamt die Bewegungsfähigkeit sind in erheblicher Weise eingeschränkt. Seine Darstellung, dass der Fuß bzw. das linke Bein nur noch als Stelze diene, war für das Gericht plausibel und führte zur Ausurteilung des Betrages. Durch die nachgewiesene Verordnung eines Rollstuhls und von Unterarmgehstützen ist belegt, dass diese Hilfsmittel zumindest zeitweise erforderlich waren und sind. Auch hier war die Aufarbeitung eines Anwalts für Medizinrecht notwendig, denn das Schadensausmaß zu bewerten ist gerade bei derart hohen Verletzungsgraden nicht einfach und kann schnell zur Überforderung führen.

ANWALT BEHANDLUNGSFEHLER: OBERLANDESGERICHT HAMM – Az.: 3 U 63/15 – 400.000,00 €

Hier kam es zu einem Geburtsschaden durch einen groben gynäkologischen Behandlungsfehler. Es trat eine Hirnschädigung mit schwersten Beeinträchtigungen der Kommunikationsfähigkeit, der selbstbestimmten Interaktionsmöglichkeiten sowie auch der körperlichen Beweglichkeit ein.

 

Eine erstaunliche Höhe des Schmerzensgeldes, denn das Gericht begründete die Abweisung eines Betrages von über 500.000 € noch damit, dass der Kläger zwar massiv geschädigt ist, aber weder auf die Sondenernährung noch auf sonstige massivste Einschränkungen des Lebens angewiesen ist. Ein Urteil was etwas kontrovers ist und einmal mehr zeigt, dass die Leiden eines Menschen nur schwer durch Geld ausgedrückt werden können.

Vertrauen Sie auf eine kompetente Beratung und eine vertrauensvolle Partnerschaft