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Ihr Anwalt bei Schmerzensgeld und Schadensersatz

Schmerzensgeld ist ein Teil des Schadensersatzes den ein Verletzter dann erhalten kann, wenn er durch eine andere Person an Körper und Gesundheit vorwerfbar geschädigt wurde. So hat man also nach einem schweren Unfall oder einem ärztlichen Behandlungsfehler einen Anspruch auf Ausgleich nicht nur auf Schadensersatz, sondern auch auf Schmerzensgeld.

 

Welche Höhe ist angemessen? Die Frage quält seit vielen Jahren sowohl Anwälte für Schmerzensgeld wie auch Richter und natürlich auch Opfer von Unfällen oder Behandlungsfehlern. Zur Höhe des Schmerzensgeldanspruches in einzelnen Fällen hat sich eine fast unübersehbare Rechtsprechung entwickelt. Wir beraten Sie hierzu gern und ermitteln als Spezialisten genau für diesen Bereich das für Sie zustehende Schmerzensgeld.

Vertrauen Sie auf eine kompetente Beratung und eine vertrauensvolle Partnerschaft

Schmerzensgeldhöhe

Entscheidend für die Höhe des Schmerzensgeldes ist die Art und der Umfang der Verletzung. Zur Bestimmung der Höhe zieht man vergleichbare Urteile der Rechtsprechung heran, die in ähnlich gelagerten Fällen bereits ein Schmerzensgeld zugesprochen haben und vergleicht diese mit der Art und Schwere der Verletzung im zu bewertenden Fall und das unabhängig davon, ob es sich um einen Verkehrsunfall oder einen Behandlungsfehler handelt. Die Art der Methode hat seine Schwächen und ist vielfach kritisiert worden, denn kein Fall ist wirklich 100 % vergleichbar. Ausgehend von diesem Urteil muss dann aber überprüft werden, inwiefern das Urteil vergleichbar ist, oder eben ob die Verletzung hier schwerer wiegt oder nicht. Letztlich ist es daher immer eine Frage des Einzelfalls, denn Ausmaß und Höhe der Verletzung und die individuellen Folgen sind für die Betroffenen nur selten identisch. Daher variieren Schmerzensgelder in der Höhe auch sehr stark. So kann ein Verkehrsunfall mit (lediglich) einem Schleudertrauma rund 250 € bis 750 € an Schmerzensgeld bedeuten, wohingegen bei Verkehrsunfällen mit schweren Verletzungen der Wirbelsäule oder z.B. bei Geburtsschäden bis zu 800.000 € (LG Gießen) bereits gezahlt wurden.

Deshalb sollten Sie einen Spezialisten

Die Bemessung sollte durch einen Spezialisten in diesem Bereich erfolgen. Durch die Komplexität der Verletzungen ist eine Zuordnung zu entsprechenden Urteilen und Beträgen durch den Laien kaum möglich. Hauptaufgabe des Anwalts in diesem Bereich ist die Aufarbeitung der Schadenspositionen, also auch die Zuordnung des Schmerzensgeldes. Hier sollte man die Erfahrung des Spezialisten in Anspruch nehmen, um nicht Geld zu verschenken. Versicherungen sind sehr geschickt darin den Anspruch zu drücken. Durch erfahrene Hilfe können Sie dem etwas entgegensetzen und Ihren Anspruch auch der Höhe nach durchsetzen.

Schmerzensgeld als Ausgleich ausreichend?

Natürlich kann das Schmerzensgeld die Verletzung nicht ungeschehen machen. Dennoch können Schadensersatz und Schmerzensgeld die Lebensqualität wieder steigern und ein Stück Lebensfreude zurückbringen. Welche Hilfsmittel übernommen werden und was zum Ausgleich gehört kann Ihnen ein Anwalt mitteilen. Auch können wir Ihnen zu einem realistischen Ausgleich verhelfen.

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Gesamtabfindung und/oder Schmerzensgeldrente ?

Ob in Ihrem Fall eine Gesamtabfindung, eine Schmerzensgeldrente oder eine Kombination von Zahlungen in Betracht kommt ist immer eine Frage des Einzelfalls und der Schwere der Verletzung. Gesamtabfindungen wirken verlockend, birgt aber erhebliche Gefahren. Gerade in jungem Alter mag eine Einmalzahlung attraktiv sein, allerdings lassen sich die Versicherungen dann unterschreiben, dass damit sämtliche Forderungen abgegolten sind. Sollten Sie vor so einer Entscheidung stehen raten wir dringend zur anwaltlichen Beratung. Die Zukunftsprognose ist ein erheblicher Faktor, der für die Frage, ob und inwieweit man eine einmalige Zahlung akzeptiert, von besonderer Relevanz ist.

 

Aber auch ohne diese Positionen ist es gefährlich eine Einmalzahlung zu akzeptieren. Bei weiteren Verschlechterungen können Sie nicht erneut an die Versicherung herantreten. Im Bereich der Prothesen ist dies – um nur ein Beispiel zu nennen – äußerst problematisch, denn diese müssen nach 10-15 Jahren oftmals erneut ausgetauscht werden. Auch das zählt natürlich zu Ihrem Schmerzensgeld, bzw. kann zur Folge haben, dass das Schmerzensgeld zu erhöhen ist.

Bei größeren Personenschäden, wie Geburtsschäden ist es mitunter höchst fahrlässig entsprechende Zahlungen zu akzeptieren, ohne fachkundige Beratung. Auch wenn höhere Beträge verlockend sind, so sind sie doch schnell verbraucht, wenn der Pflegeaufwand steigt. Verlassen Sie sich hier auf unsere Expertise und sprechen Sie uns gern an.

Alternative Berechnung von Schmerzensgeld, am Beispiel taggenaue Berechnung

Die klassische Berechnungsmethode des Vergleichs von Urteilen und die Annäherung an solche zur Bestimmung des Schmerzensgeldes haben Schwächen. Die Urteile zu finden, die überhaupt vergleichbar sind, ist schon schwer genug, geschweige denn eines zu finden, was exakt zum vorliegenden Schadensbild passt. In der Praxis ist der Anwalt daher gezwungen immer wieder Anpassungen vorzunehmen und in diesem Bereich mit der gegnerischen Versicherung schwierige Gespräche zu führen. Ein Laie geht hierbei verständlicherweise schnell unter. Hierfür bedarf es einiger Erfahrung und Geschick bei der Verhandlungsführung und natürlich entsprechendes Durchsetzungsvermögen.

 

Es wundert daher nicht, dass die Art der Berechnungsmethode immer wieder einmal hinterfragt wird. Zuletzt wurde etwas frischer Wind durch die Entscheidung Urt. v. 18.10.2018, Az. 22 U 97/16 verbreitet und eine alternative, wenn auch nicht neue, Berechnungsmethode vorgestellt. Die Frankfurter OLG-Richter kamen nach der taggenauen Berechnungsmethode nun auf eine andere Berechnung.

 

Das Schmerzensgeld soll nach der Auffassung dort taggenau für jeden Tag der Beeinträchtigung berechnet werden. Dabei wird als Grundlage für die Berechnung zunächst das monatliche Bruttonationaleinkommen  herangezogen. In einem weiteren Schritt wird die Behandlungsstufe (Intensivstation, Normalstation, Rehabilitation, ambulante häusliche Behandlung, Dauerschaden) berücksichtigt und ein Tagessatz  zugeordnet. Die Multiplikation des Tagessatzes und des BNE soll zusammen das Schmerzensgeld für die Dauer der Heilbehandlung ergeben.

 

Auch wenn hierbei ganz erhebliche Summen zusammenkommen, so hat auch diese Berechnungsmethode erhebliche Schwächen. Woher die Werte für die einzelnen Behandlungsstufen kommen erklärt dieser Ansatz letztlich nicht. Hinzukommt, dass auch kleinste Veränderungen bereits erheblichen Einfluss auf die Schmerzensgeldsumme haben können, berücksichtig man einen langen Krankheitsverlauf.

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